5. Oktober 2014 Comments (0) Events

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Impressionen vom 2. Berlin Burlesque Festival

blog-berlin-burlesque-festival-2014-19

Das zweite Berlin Burlesque Festival 2014 warf seit Wochen die Schatten voraus und trotzdem gab es immernoch genug Menschen in Berlin, die nicht wussten, das der Wintergarten und der Heimathafen mit glänzenden Late-Shows aufwarteten. Immerhin waren die Shows weitestgehend ausverkauft und letztendlich bedeutet das nur das das Thema Burlesque immer noch subkultureller Underground ist… wofür ich dem Herrgott eigentlich Danke. Auch wenn mein Geschäftssinn dann wieder laut schreit – doch Geld ist glücklicherweise nicht alles. Bei diesem Festival wollte ich wieder zwei Abende geniessen und hätte ich das nicht getan wäre der Beitrag in eine gaaaanz andere Richtung gedriftet. Am Freitag Abend ergoß sich die „seltsame Revue“ oder „odd night“ über die Gäste im Wintergarten und mal abgesehen von 1 – 2 Ausnahmen war dieser Abend nicht meins. Freakshow ja.. aber wenn dann richtig. Frauen ohne Köpfe oder unnormale Verrenkungen, unglaubliche Akrobatik oder Jahrmarktattraktionen – all das kann eine Odd Night grandios machen… nun… das gab es leider zu wenig. Dafür war ein Meet & Greet aller Performer Deutschlands… so hatte ich zumindest den Eindruck und als aussenstehender fand man schnell heraus das hier ein eingeschworenes Grüppchen ihresgleichen zelebrieren. Was letztendlich auch vollkommen in Ordnung ist. Nun ja… AAAAABBBBER es gab ja noch den Samstag – eine Nacht auf Augenhöhe.. zwar war der Titel „Even Night“ etwas unspektakulär dafür aber das Line-Up und die gezeigten Performances: vielseitig, berauschend, einzigartig, spektakulär, gänsepelle erzeugend, NEU und vor allem mit einem MC – der geboren wurde um ein ganzes Haus alleine zu unterhalten. Reuben Kaye hat einmal mehr bewiesen das er zu der ELITE des EMCEEs gehört – mehr noch .. er hat seine Position um so viele Kilometer ausgebaut, unglaublich. Diese Nacht hat gezeigt das Berlin eine Festival-Hauptstadt ist und mir die Entscheidung abgenommen, ob ich nächstes Jahr im September wieder hingehe… JAAAAAAAA.

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Doch kommen wir mal zu den einzelnen Shows.. ich möchte nicht alle Besprechen aber die herausragenden müssen erwähnt werden – obwohl das echt nicht einfach ist eine wegzulassen denn jeder einzelne Act war wunderbar. Zum Beispiel Xarah von den Vielenregen… mein Gott war das eine unglaublich grandioses Gesamtkunstwerk. Timing, Kostüm, Idee, Glamour, Bewegung, Körper … alles auf den Punkt und für mich an dem Abend das Outfit of the Night!!! Die beste Idee hatte Miss Sina King. Hier geht es um Poesie, um Bilder die mir noch immer im Kopf sind. Einfachste Mittel – perfekt inszeniert und grandios dargeboten. *schwärm* – ich lass das gerade alles Revue passieren und könnt‘ noch mal… unbedingt! Watt’n Glück das es am 7.11. im Admiralspalast Club Imperial nochmal so eine Line-up gibt… bei der Vaudeville Variety !! Save this f**** date !!! Sorry der musste einfach sein… Also weiter im Text. Marlene, jaja… die Veranstalterin war ebenfalls on Stage und bot eine klassische Champagnerglas Nr. Allein schon deshalb weil Kostüm und Props sooo Mega waren jibbs eine Ehrenmedaille von mir. Sehr schöner vielseitiger Auftritt der nur noch in Größe und Gewaltigkeit von der einzig waren Vaudeville Überfliegerin getoppt wurde: Miss Ginger Synne fackelte einfach alles ab was nicht bei drei auf den Bäumen war… diese Vaudeville Nr. war heiß.. ach quatsch was schreib ich hier.. sie war eine Explosion aller Sinne. „Fire walk with meeeee“ möchte man schreiben als die letzte glutrote Wolke über den Köpfen der Gäste verpufft.

Natürlich waren der Strapatentanz, die Pool Weltmeisterin Yvonne Haug und alle anderen genauso perfekt und gaben dem Abend zusätzlich noch die nötige Vielfalt. Und immer wenn man dachte ditt war jetzt der Höhepunkt kam Reuben Kaye mit noch einer atemberaubenden Performance um die Ecke. Er verstand es jede thematisch fokussierte Ansage perfekt mit eigenen Geschichten zu verbinden. Allein schon in den ersten 20 Sekunden als sich der Vorhang öffnete war mir eines klar.. DAS hier wird um so vieles besser als der Abend zuvor. Ich weiß nicht ob die Doppelmoderation generell eine gute Idee ist die am Abend zuvor ein wenig unabgesprochen wirkte. Gerade bei zwei Leuten mit dem Zauberstab der Macht – sollte ganz klar im Vorfeld abgesprochen sein wer welche Pointe bringt… anyway.. das Berlin Burlesque Festival ist noch jung und im Gegensatz zum London Burlesque Festival gibt es noch viele Hürden die genommen und Fehler die gemacht werden. Alles in allem war es ein buntes und zu guter letzte berauschendes Feuerwerk der Emotionen und Eindrücke. Wer sich das im nächsten Jahr entgehen läßt – dem ist leider nicht mehr zu helfen.

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