19. Januar 2016 Comments (1) Couture

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Lena Hoschek wird very british

oder die Reise ins Vereinigte Königreich

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Wiedermal auf dem letzten Drücker, abgelenkt von den Vorbereitungen meiner Revue, kam ich doch noch dazu, mir die neue Kollektion Herbst/Winter 2016/17 von Lena Hoschek anzusehen und vorweg kann ich eins feststellen: ich bin ziemlich uneins mit meiner Meinung. OK.. der Trend war „very british“ – das konnte ich ziemlich schnell am Titeltrack von Miss Marple erkennen aber ansonsten… ein Hauch Uniform, viel gesetzte Herbsttöne, Cord… jaaaa.. ich glaube das war CORD. Erwähnte ich das ich Cord ganz furchtbar finde und dann natürlich viel Blumenmuster, diesmal mit Golddruck für den majestätischen Eindruck. Alles in allem erstmal schön… aber nicht mein großer Favorit. Doch dann kam sie… die Frau mit dem Kleid aus Spitze. Ich steh ja gerade ganz furchtbar auf Transparenz aber eben in einem hochwertigen Look – soweit man das bei Transparenzen sagen kann. Nur stellt sich mir die Frage warum die Damen in Spitze fast alle einen weissen hochtaillierten Schlüppi drunter tragen mussten. Haut oder der Farbe entsprechend wäre deutlich stilvoller aus meiner Sicht.

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Hochwertige Spitze die Durchblick erlaubt aber nicht forciert. Und mit so einem Kleid lief eines der Mercedes Benz Fashion Week Models plötzlich über den Runway. Das war als wenn man als Esel eine Mohrrübe vor die Nase gehalten bekommst und sie nicht erreichst. HARDCORE. Eng geschnitten als Etuikleid mit schöner Spitze und zauberhafter Knopfleiste auf dem Rücken würde ich es glatt mit dem Kleidchen versuchen 🙂 – natürlich very cool und britisch 🙂

Nun war es ja die Herbst / Winter Kollektion die Lena Hoschek heute mittag präsentierte, insofern sind die Farben wohl passend. Auch die High Heels, Polostiefel, Oxfords und Burlington Socken schrien nach her Majesty und da lag es nahe, das das berühmte letzte Hochzeitskleid am Schluß mit einem Krönchen geadelt wurde. Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher ob ich die Kollektion für mich persönlich als gelungen beschreiben würde, obwohl die meisten Schnitte und ein paar Einzelteile auf meinen Rundungen unglaublich toll aussehen würden. Meine Anzahl an Lena Hoschek Teilen hält sich bisher in Grenzen – deshalb schaue ich wohl im nächsten Herbst auf jeden Fall mal im schicken Shop in Berlin Westend vorbei . Vielleicht besorg ich mir auch noch einen Old English Sheepdog um dann total stilecht aufzutreten :).

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Nicht so ansprechend empfand ich diese Pullover mit den applizierten goldenen Sternchen und diese komischen geraden Gladiatorenkleidchen… aber wer weiß… vielleicht kommt sowas ja an. Lena Hoschek hat einmal mehr wenig überrascht sondern ist wieder ein bisschen auf den notwendigen Zug des Sales aufgesprungen. Wobei ich das als „Beinahe-Frau“ natürlich anders sehe als die Damen der Schöpfung. Tragbare weniger extrovertierte Mode eignet sich einfach besser um in der breiten Masse unterzutauchen und obwohl Lena Hoscheks Mode ein paar sehr schöne extrovertierte Ausreisser bot, werden viele Stücke aus der neuen Kollektion die nötige Anonymität bieten – wenn auch in sehr hoher Qualität. 🙂

 

One Response to Lena Hoschek wird very british

  1. […] Tor ankieken… und nach der aussergewöhnlichen Maybelline Show, der sehr englischen Lena Hoschek Show und der ZUKKER Fashionshow, zu der ich lieber schweige, kam als letztes TULPEN DESIGN. Irgendwie […]

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